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What follows is a plain HTML version of the Quiz.
1. Während die Gnostiker sich in geschichtslosen Spekulationen und Mythologien ergingen, die nur durch die elitäre Geheimwissenschaft der Gnosis zugänglich war, betonte der antignostische Vater Irenäus von Lyon (gest. nach 200) …
- [ ] a. option a: die Übereinstimmung von Vernunft und normalem Glauben.
- [ ] b. option b: die geschichtliche Erfahrung des Heils in der Heilsökonomie.
- [ ] c. option c: den unbekannten Gott von Apg. 17.
- [ ] d. option d: a und c ist richtig.
- [ ] e. option e: a und b ist richtig.
- [ ] f. option f: b und c ist richtig.
2. In seiner Gotteslehre betonte Irenäus die Zusammengehörigkeit von Vater, Sohn und dachte z.T. schon an die Einbeziehung des Geistes. Er ist weniger daran interessiert, wie Gott sich in sich selbst verhält, sondern wie sich Gott in der Welt zeigt, d.h. bei ihm liegt der Schwerpunkt auf dem ökonomischen Handeln Gottes. Sohn und Geist sind bei ihm …
- [ ] a. option a: unterschiedliche Masken des Vaters, mittels derer er sich in der Welt zeigt.
- [ ] b. option b: die Hände des Vaters, mittels derer er in der Welt handelt.
- [ ] c. option c: die Vernunft und die Liebe des Vaters, der mit der Erinnerung verglichen wird.
- [ ] d. option d: zwei vom Vater vollständig getrennte Götter.
3. In seiner Schöpfungslehre ist für Irenäus die creatio ex nihilo – die vollständig voraussetzungslose Schöpfung der Welt ohne welthafte Voraussetzungen – wichtig. Da durch die spezifische Verhältnisbestimmung von Vater und Sohn der Schöpfer auch der Erlöser ist, entspricht der Ursprung der Welt dadurch dem Willen des Vaters und Erlösung kann im Unterschied zu den Gnostikern …
- [ ] a. option a: nur als Erlösung von der Welt gedacht werden.
- [ ] b. option b: nur als Erlösung in der Welt gedacht werden.
- [ ] c. option c: nur als Erlösung der Welt gedacht werden.
- [ ] d. option d: a und b ist richtig.
- [ ] e. option e: a und c ist richtig.
- [ ] f. option f: b und c ist richtig.
4. Ein Grundmotiv der antignostischen Väter ist daher die Ablehnung jegliches Dualismus. Dies zeigt sich auch darin, dass Irenäus die eschatische Zukunft der Welt streng als …
- [ ] a. option a … annihilatio, d.h. als Vernichtung der Welt begreift.
- [ ] b. option b … als renovatio, d.h. als Erneuerung der Welt begreift.
5. Irenäus wendet sich auch gegen dualistisch-gnostische Tendenzen, indem er sowohl Zusammengehörigkeit des Menschen mit der guten Schöpfung Gottes als auch die Differenz im Bösen und in der Sünde kohärent zu denken versucht. Dazu interpretiert er erstmals die Aussage Gen 1,27 "Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde (hebr.: zelem, gr, eikon, lat. imago), zum Bilde (hebr. demuth, homoiosis, lat. similitudo) Gottes schuf er ihn", indem er zwischen imago/eikon einerseits und similitudo/homoiosis andererseits differenzierte: eikon/imago meint, dass der Mensch in seinem Wesen ständig, auch unter den Bedingungen der Sünde, Bild Gottes bleibt. similitudo/homoiosis meint
- [ ] a. option a: dass der Mensch die Gestalt Gottes besitzt.
- [ ] b. option b: dass des Menschen und Gottes Vernunft dieselbe sind.
- [ ] c. option c: dass der Wille des Menschen auf den Willen Gottes ausgerichtet ist.
6. Nach Irenäus bleibt nun die imago des Menschen erhalten, während die similitudo durch die Sünde Adams verlorengeht. Damit wird aber das Schöpfungsziel, dass der Mensch wie Gott ewig lebe, verfehlt: Mit dem Verlust der similitudo wird der Mensch …
- [ ] a. option a: unmenschlich.
- [ ] b. option b: unsterblich.
- [ ] c. option c: sterblich.
- [ ] d. option d: sündhaft.
- [ ] e. option e: c und d sind richtig.
- [ ] f. option f: a und b sind richtig.
- [ ] g. option g: b und d sind richtig.
7. Die Mitte von Irenäi Denken bildet die Heilsbedeutung Christi. Damit tritt die Soteriologie in den Vordergund. Sie ist bei Irenäus gekennzeichnet durch …
- [ ] a. option a: die Lehre von der Anakephalaiosis oder Rekapitulation.
- [ ] b. option b: die Lehre von der Satisfaktion oder merkantilen Genugtuung.
- [ ] c. option c: die subjektive Versöhnungslehre.
8. Die Lehre von der Rekapitulation oder des Irenäus besagt, dass der in Jesus inkarnierte Christus die wiederholt, aber im Gegensatz zu diesem nicht an der Willensprobe scheitert, und daher die gesamte Menschheit geistlich erneuert. Irenäus sieht Adam und Eva , denn als Verbrecher, die einen fatalen Fehler begehen und nun eines bedürfen, der aber durch die eigene Willensentwicklung geschehen kann (die ja durch den Verlust der gestört ist, während die ja erhalten blieb), sondern der in Christus bedarf.
- [similitudo]
- [nicht]
- [Rekapitulation]
- [Tat Adams]
- [Anakephalaiosis]
- [imago]
- [Erziehungsprozesses]
- [eher als Kinder]
9. Das Ziel der Versöhnungslehre des Irenäus, die hauptsächlich durch die geschieht, ist die Vergottung des Menschen (). Damit ist nicht gemeint, dass d wird oder sein Sein als Geschöpf verliert und würde, sondern im Gegenteil, dass die similitudo, d.h. die , wieder besteht und der Mensch damit wie Gott wird. Daher kann Irenäus auch schreiben: "Um seiner großen Liebe willen wurde Christus zu dem, was wir sind, auf daß er uns zu dem bilde, was er selbst ist."
- [er Mensch mit Gott identisch]
- [Übereinstimmung des Willens mit dem Willen des Schöpfers]
- [Schöpfer]
- [Inkarnation]
- [unsterblich]
- [Theosis]
10. Irenäus von Lyon schrieb um 200 in Gallien noch selbstverständlich in Griechisch. Seine Theologie bildet damit eher den Beginn des späteren östlichen oder griechischen Typus, der durch Interesse an der Inkarnation und durch eine Theosislehre genauso gekennzeichnet ist, wie an einem Vorrang des Interesses an …
- [ ] a. option a: juristischen Fragen vor philosophischen Fragen.
- [ ] b. option b: theologischen Fragen vor religiösen Fragen.
- [ ] c. option c: philosophischen Fragen vor juristischen Fragen.
- [ ] d. option d: religiösen Fragen vor theologischen Fragen.
- [ ] e. option e: juristischen Fragen vor religiösen Fragen.
11. Tertullian von Carthago (gest. ca. 220) ist der zweite bedeutende antignostische Krichenvater. Er kämpfte gegen verschiedene Häresien, bis er in seiner späteren Phase sich selbst zu einer Häresie bekannte. Zu welcher?
- [ ] a. option a: Er hielt sich an Marcion.
- [ ] b. option b: Er wurde Valentinianer.
- [ ] c. option c: Er wurde röm. Katholik.
- [ ] d. option d: Er wurde Montanist.
- [ ] e. option e: Er wurde Katharer.
12. Tertullian von Carthago ist der erste Theologe des Westens, der vollständig Latein (statt Griechisch schreibt und denkt). Seine Theologie bildet damit eher den Beginn des späteren westlichen oder lateinischen Typus, der durch Interesse an der Schuld und merkantiler Satisfaktion genauso gekennzeichnet ist, wie an einem Vorrang des Interesses an …
- [ ] a. option a: juristischen Fragen vor philosophischen Fragen.
- [ ] b. option b: theologischen Fragen vor religiösen Fragen.
- [ ] c. option c: philosophischen Fragen vor juristischen Fragen.
- [ ] d. option d: religiösen Fragen vor theologischen Fragen.
- [ ] e. option e: juristischen Fragen vor religiösen Fragen.
13. Tertullian, juristisch ausgebildet, hatte ein stärkeres Interesse an prägnanten Formulierungen als an denkerischen Konzepten. Er verwendet als erster den Begriff "" (d.h. Trinität, Dreiheit, Dreifaltikeit, Dreieinigkeit, etc.) und nutzte die Formel in Gott gäbe es "t" (drei Personen) und "" (eine Substanz), ohne dass allerdings diese Begriffe schon definiert oder in ihr Verhältnis gesetzt wären. Vielmehr hatte Tertullian die Vorstellung, die una substantia sei , aus der bei der Schöpfung der Welt hervorgehe, aus dem wiederum dann bei der Geistausgießung an Pfingsten hervorgehe.
- [der Geist]
- [res personae]
- [der Vater]
- [una substantia]
- [trinitas]
- [der Sohn]
14. Tertullian ging davon aus, dass der Mensch von Natur an christlich sei. Man schreibt ihm deswegen die Formulierung zu:
- [ ] a. option b: anima naturaliter corrupta (die Seele ist von Natur an korrumpiert)
- [ ] b. option c: anima naturaliter christiana (die Seele ist von Natur an Christlich)
15. Trotz Tertullians Vorstellung, der Mensch sei im Grunde von Natur her ein Christ, trägt jeder Mensch die Folge der Ursünde mit sich. Tertullian vertand diese als Schuld Adams, die sich von ihm als tradux (Überträger) auf die folgenden Generationen übertragt. Denkbar war dieser Gedanke, weil Tertullian die Vorstellung hatte, die Seele werde von einer Generation auf die Nächste übertragen. Diese Vorstellung nennt man …
- [ ] a. option a: Animismus.
- [ ] b. option b: Kreationismus.
- [ ] c. option c: Traduzianismus.
16. Indem einerseit die Seele von Natur an christlich ist, andererseits der Mensch aber an der Schuld Adams partizipiert, ist er nach Tertullian zum Guten und zum Schlechten . Nach der Taufe, die alle Sünde vergibt, hat daher nach Tertullian der Mensch im Verhältnis zu Gott die Aufgabe die Leistung der und der zu erbringen, wofür er eine (das ewige Leben) erhält. Hier zeigt sich, dass Tertullian denkt. Er führt als erster unbiblische Begriffe wie in die ein. Eine beginnende Vergesetzlichung des Gott-Mensch-Verhältnisses ist z.B. daran zu sehen, dass Tertullian der Ansicht ist, die guten Werke des Menschen würden zum des Menschen machen.
- [merkantilistisch-juristisch]
- [frei]
- [Strafe, Genugtuung und Verdienst]
- [guten Werke]
- [bisherige]
- [Schuldner]
- [hinsichtlich seines Willens]
- [Soteriologie]
- [Gott selbst]
- [Buße]
- [Gegenleistung]
17. Tertullians Interesse für juristisch prägnante Formulierungen bei weniger Interesse an Philosophie oder Logik führte u.a zu Formulierungen wie:
- [ ] a. option a "Der Sohn ist gekreuzigt, wiel dies dekrethaft im Gesetz beschlossen war; der Sohn ist gestorben, weil ein Richter dieses Schicksal verhängt hat; der Sohn ist auferstanden, weil dies als Freispruch aus einem Gerichtsurteil zu verstehen ist."
- [ ] b. option b: "Der Sohn ist gekreuzigt, das ist keine Schande, weil es eine ist; Gottes Sohn ist gestorben, das ist durchausglaubhaft, weil es unglaubhaft ist; er ist begraben und auferstanden, das ist gewiß, weil es unmöglich ist."
18. Manchmal wird Terutullians Denkschema daher als Verweigerung von Rationalität verstanden und man schreibt ihm (den so nie gesagten Satz) "credo quia absurdum" zu. Das Interesse Tertullians ist aber nicht, eine vermeintliche Irrationalität des Glaubens zu betonen, sondern vielmehr war ihm bewusst, …
- [ ] a. option a: dass hellenistisch-zeitloses Denken und christlich-heilsgeschichtliches Denken zwei unterschiedliche Arten von Rationaltitäten darstellen.
- [ ] b. option b: dass das hellenistisch-zeitlose Denken in sich inkohärent ist.
- [ ] c. option c: dass das christlich-heilsgeschichtliche Denken in sich inkohärent ist.
19. Tertullian wurde in seiner späteren Zeit Montanist und wandte sich von der Kirche ab. Dies hatte u.a. folgenden Grund:
- [ ] a. option a: Die Kirche führte die zweite Buße nach der Taufe ein.
- [ ] b. option b: Die Kirche führte im Gegensatz zum Montanismus die zweite Buße nach der Taufe nicht ein.
- [ ] c. option c: In der Kirche wurde eine mehr als einmalige zweite Buße nach der Taufe praktiziert.
- [ ] d. option d: In der Kirche wurde eine mehr als einmalige zweite Buße nach der Taufe strikt nicht praktiziert.
20. Das Christentum der Wende vom 2. zum 3. Jh. sah sich erstmals mit dem Problem konfrontiert, wie sich in Gott zueinander verhalten. Konnten die apostolischen Väter noch eine einfache entwerfen und die Hoheitstitel und Prädikate des hebräischen Gottes auf Christus übertragen, und konnten die Apologeten von Christus schlicht als sprechen und diesen mit dem Logos deuten (und somit das Problem des Gottesverständnisses des Christentums erstmals stellen), so war mit der und ihrer innergöttlichen Vielheit, die zugleich einen und einen innergöttlichen relativen Dualismus einschließlich eines darstellte, deutlich, dass hier die Vielheit in Gott zur auseinandergefallen war. Gleichsam den anderen Pol bildeten zwei Strömungen, die man heute als unitarischen "" bezeichnen kann. Sie betonten den Gedanken der Einheit Gottes jeweils so, dass Gott nicht nur als eins, sondern auch als zu verstehen sein sollte. Dies war durch die spiegelbildlichen Theorien des einerseits und des andererseits zu erreichen.
- [Einheit und Vielheit]
- [Gnosis]
- [Theologia Christi]
- [Monarchianismus]
- [zweitem Gott]
- [Diastase]
- [innergöttlichen Riß]
- [Adoptianismus]
- [einer]
- [innergöttlichen Erlösungsdramas]
- [Modalismus oder Sabellianismus]
21. Der Adoptianismus, der u.a. durch Theodot den Gerber, Theodot der Wechsler, Antimon (alle um 200), den junge Beryll von Bostra (1. Hälfte des 3. Jh.) und später in modifizierter und abgeschwächter Form von Paul von Samosata (gest. 268) vertreten wurde, behauptete in Grundzügen:
- [ ] a. option a: Es gibt Vielheit in Gott.
- [ ] b. option b: Es gibt nur einen Gott, den Vater.
- [ ] c. option c: Die Welt ist eine einzige.
- [ ] d. option d: alle Vielheit liegt auf Seiten der Welt.
- [ ] e. option e: Jesus Christus ist Gott von Ewigkeit an.
- [ ] f. option f: Jesus Christus ist gleichsam ein Wundermensch.
- [ ] g. option g: Jesus Christus erhält seine Wunderkraft durch Begabung mit dem heiligen Geist bei der Johannestaufe.
- [ ] h. option h: Diese Johannestaufe stellt die Adoption dar.
- [ ] i. option i: keine Antwort ist richtig.
- [ ] j. option j: a, b, c sind richtig.
- [ ] k. option k: b, d, f, g, h sind richtig.
- [ ] l. option l: c, d, e sind richtig.
22. Der Modalismus, auch Sabellianismus genannt, der durch Noet von Smyrna (ca. 190), Praxeas, und vor allem Sabellius (ca. 215) vertreten wurde, und dem einige römische Bischöfe wie Victor (gest. 198), Zephyrin (gest. 217) und Kallist (gest. 222) nahestanden, obwohl sie z.T. einzelne Sabellianer exkommunizierten, lehrte (nach der Darstellung seiner Gegner):
- [ ] a. option a: Jesus und Zeus sind identisch.
- [ ] b. option b: Jesus ist die Antithesis des Vaters.
- [ ] c. option c: Gott ist einer.
- [ ] d. option d: Die Hypostase des Sohnes ist eine Schattenabbildung des Vaters, die dort entsteht, wo das Licht des Geistes fehlt.
- [ ] e. option e: Vater, Sohn und Geist sind Masken des einen Gottes.
- [ ] f. option f: Der Sohn ist die irdische Erscheinugsweise des Vaters.
- [ ] g. option g: Der ewige Vater verwandelt sich in den Sohn.
- [ ] h. option h: Der Vater zeugt sich als Sohn selbst, stirbt und weckt sich selbst auf.
- [ ] i. option i: Vater, Sohn und Geist sind drei Götter, die ein Kolloquium bilden.
- [ ] j. option j: Vater und Sohn bilden eine Hypostase: die des hyopater (Sohnvater).
- [ ] k. option k: Der eine Gott zeigt sich nacheinander als Vater, Sohn und Geist (wobei der spätere jeweils den ersteren ablöst).
- [ ] l. option l: Nur Option f ist falsch.
- [ ] m. option m: Option c, e, f, g, h, j, k sind richtig
- [ ] n. option n: Option a, b, e und f sind richtig.
- [ ] o. option o: Option f, g, h, i und l sind richtig.
23. Tertullian bezeichnete den Modalismus oder Sabellianismus auch polemisch als …
- [ ] a. option a: Theopaschitismus (d.h. Lehre, dass Gott leiden kann),
- [ ] b. option b: Patripassianismus (d.h. Lehre, dass der Vater leiden kann),
- [ ] c. option c: … weil er Gott als streng unveränderlich denken wollte.
- [ ] d. option d: … weil er den Vater als streng unveränderlich denken wollte.
- [ ] e. option e: a, c sind richtig.
- [ ] f. option f: b, d sind richtig.
24. Nach 200 tritt mit der alexandrinischen Logostheologie eine neue Gestalt der Theologie auf die theologiegeschichtliche Bühne. Im Gegensatz zu den antignostischen Vätern herrscht hier weniger Kirchenkampfstimmung, man ist vielmehr um denkerische Werbung, Erziehung und wissenschaftliche Durchdringung des Glaubens bemüht. Adoptianismus und Modalismus werden nicht vertreten, auch die Gnosis wird abgelehnt. Allerdings wird das Anliegen der Gnosis einer wissenschaftlichen Druchdringung des Glaubens und der Anspruch der Gnosis auf Erkenntnis und Systematisierung aufgenommen. Insgesamt sind die Alexandrinier Logostheologen wie die Apologeten vor ihnen, aber sie führen eine strengere Systematik ein.
Clemens von Alexandrien (gest. 215) lehrte …
- [ ] a. option a: dass der der ewige Logos zwischen dem Vater und der Welt vermittelt, so dass eine Konsonanz von Gott und Welt entsteht.
- [ ] b. option b: dass der ewige Logos als Weltpädagoge den Menschen erzieht und Clemens eröffnet zum ersten Mal das Thema eine kulturellen Bildung.
- [ ] c. option c: dass der ewige Logos wie ein Bräutigam um den Menschen wirbt.
- [ ] d. option d: dass die Bildung als wahre Gnosis zur Gottverähnlichung führe.
- [ ] e. option e: dass Gott und Menschen durch den Logos einander angetraut werden, wie der Pfarrer Mann und Frau zur Ehe traut.
- [ ] f. option f: sieht den Glauben der einfachen Kirchenchristen und die Erkenntnis der Erleuchtenden im Gegensatz zu den Gnostikern nicht getrennt, sondern im Stufenmodell (und wird damit zum Ahnherrn aller religionspädagogischen Stufenmodelle).
- [ ] g. option g: sieht den Glauben der einfachen Kirchenchristen als falsch an, so dass sie zur wahren Einsicht kommen müssen.
- [ ] h. option h: orientiert die christliche Ethik streng an den wörtlich biblischen Weisungen.
- [ ] i. option i: dass sich das christliche Leben aus dem Wesen des Weltpädagogen ableiten lassen müsse, so dass alle Lebensbereiche (inkl. Essen, Trinken, Körperpflege, etc) ethisch bedeutsam werden.
- [ ] j. option j: verbindet die Ethik des Weltpädagogen mit antiker Metriopathie.
- [ ] k. option k: a, b. c. g, h, j sind richtig.
- [ ] l. option l: a, b, d, f, i, j sind richtig.
- [ ] m. option m: a, c, e, g, k sind richtig.
- [ ] n. option n: c, e, g, h sind richtig.
25. Origenes (gest. 254) könnte wie der Heide Plotin (gest. 270; der Begründer des Neuplatonismus) Schüler von Ammonius Sakkas gewesen sein und eine hohe philosophische Bildung genossen haben. Zu seinen Werken gehört u.a. "Von den Anfängen" (gr. peri archon, lat. de principiis), was als erste umfassende Dogmatik gilt, wenn sie uns auch nur in der lat. Übersetzung Rufins erhalten ist. Obwohl Origenes 300 Jahre später auf einem Konzil als Ketzer verurteilt wurde, ist er wichtigster Theologe des 3. Jh. mit Bedeutung weit darüber hinaus.
Origenes ist wichtig für die Scriptologie, denn …
- [ ] a. option a: er behandelt das NT als dem AT übergeordnet.
- [ ] b. option b: er behandelt die Schriften des NT als gleichwertig mit denen des AT
- [ ] c. option c: er sieht das NT als Text, dessen Buchstabe durch Verbalinspiration gesichert ist.
- [ ] d. option d: er sieht die Bibel (des AT und NT) als Text, der durch göttliche Eingebung (Theopneustie; noch nicht Verbalinspiration!) autorisiert ist.
- [ ] e. option e: er unterscheidet eine wörtlichen und einen geistigen oder pneumatischen Sinn (der dann allegorisch und typologisch auszulegen ist) der Bibel.
- [ ] f. option f: er lehnt als erster jegliche allegorische oder typologische Bedeutung ab und beschränkt sich strikt auf den Literalsinn.
- [ ] g. option g: er versteht den Übergang vom wörtlichen zum pneumatischen Sinn als anagoge (gr. Eporführung) zur Erkenntnis der himmlischen Dinge.
- [ ] h. option h: Keine Antwort ist richtig.
- [ ] i. option i: b, d, e, g sind richtig.
- [ ] j. option j: Alle Antworten sind richtig.
- [ ] k. option k: a, c, f, g sind richtig.
26. Origenes ist wichtig für die Protologie (Schöpfungslehre), denn er identifiziert den einen überzeitlichen Gott (das Eine = hen), der durch negative Theologie philosophisch fassbar ist, mit dem Vater. Daher sieht er, …
- [ ] a. option a: dass dann der Vater letztlich nicht ohne Schöpfung sein kann.
- [ ] b. option b: dass die Schöpfung einen zeitlichne Anfang haben muss.
- [ ] c. option c: Beide Antworten sind richtig.
- [ ] d. option d: Beide Antworten sind falsch.
27. Um das Problem zu lösen, das der Vater nicht ohne Schöpfung sein kann, die Schöpfung aber zugleich einen Anfang und nicht überzeitlich sein kann, geht Origenes davon aus, dass die Schöpfung zunächst darin besteht, dass der Vater eine Fülle , hervorbringt. Als erstes ist dies der Logos-Sohn (der ist, ), von dem als als weiteres Geistwesen der heilige Geist ausgeht, der nun zusammen mit dem Sohn die geistige Welt zahlreicher Geistwesen erschafft. Dazu zählt die Engelwelt und die rein geistige Welt . Der Unterschied zwischen dem Logos (und dem Geist) und den anderen Logikoi besteht darin, dass er einen hat, während der Wille der anderen Logikoi geschaffen ist.
Einige dieser anderen Logikoi wenden sich nun vom Willen des Vaters ab und würden daher eigentlich dem Nichtsein anheimfallen, da der Vater zugleich der Seinsgrund selbst ist. Um dies zu verhindern, mit ihrem Stufengebäude, quasi als , um diese Kreaturen aufzufangen:
Im Äther und Sternenraum werden die Engel angesiedelt, auf der Erde der Mensch, in der Luft die gefallenen Logikoi (die nun zu Dämonen geworden sind).
28. Wichtig für die Soteriologie ist nun, dass Origenes der Meinung ist, dass der Sohn–Logos …
- [ ] a. option a: nun allen alles wird, damit Gott alles in allem werde.
- [ ] b. option b: nur Mensch wird, so dass nur der Mensch, nicht aber die anderen Kreaturen gerettet werden können.
- [ ] c. option c: die Willensfreiheit der Menschen aufhebt, damit diese gerettet werden können.
- [ ] d. option d: die Willensfreiheit der Kreaturen respektiert und daher pädagogisch tätig wird.
- [ ] e. option e: a und d ist richtig.
- [ ] f. option f: b und c ist richtig.
- [ ] g. option g: c und d sind richtig.
29. Ist Christus als der inkarnierte Logos bei Origenes für die Soteriologie unabkömmlich?
- [ ] a. option a: Nein, denn als Pädagoge beschleunigt er nur die Rückfühurng des Willens der Gefallenen zu Gott, den diese ja ursprünglich kannten.
- [ ] b. option b: Ja, denn als Pädagoge macht er den Gefallenen den Willen Gottes, den diese vergessen hatten, wieder bekannt.
30. Origenes ist wichtig für die Eschatologie, denn er vertritt als erster die Vorstellung der apokatastasis panton, der Wiederbringung aller. Origenes meint, dass …
- [ ] a. option a … alle Kreaturen (einschließlich der Dämonen und des Teufels) ihres freien Willens in der Erlösung beraubt werden, damit nun Gott alles in allem werden kann.
- [ ] b. option b … alle Kreaturen (einschließlich der Dämonen und des Teufels) nach einer bestimmten Zeit (und sei es unendlich lange) freiwillentlich dem Willen Gottes zustimmen, und so Gott alles in allem werde.
31. Ein wichtiges Problem der origenistischen apokatastasis panton besteht darin, dass …
- [ ] a. option a: letztlich die Kreaturen, insbesondere der Mensch, durch Willensverlust entpersonalisiert wird.
- [ ] b. option b: nach der Wiederbringung aller aufgrund der gewahrten Willensfreiheit die gesamte Weltgeschichte von neuem beginnen kann, weil der freie Wille gewahrt ist.
32. Was ist bei Origenes der Sohn?
- [ ] a. option a: Gott
- [ ] b. option b: erstes Geschöpf
- [ ] c. option c: Das ist bei Origenes eine problematische Frage.
- [ ] d. option d: a und b sind richtig.
- [ ] e. option e: alle Antworten sind richtig.
33. Origenes betont wie die Gnosis die , den Glauben auch als . Allerdings ist bei ihm die Vielheit durch den des Gottes umfangen; es kommt nicht wie bei der Gnosis zum . Ferner ist die Erkenntnis bei Origenes kein Gegensatz , sondern eine pädagogisch . Ein Unterschied zur Gnosis besteht auch darin, dass Origenes den christlichen Glauben nicht betreibt, sondern als aufgrund der im Prinzip allen zugänglichen biblischen Schriften.
- [weiterentwickelte Stufe]
- [als Geheimwissenschaft]
- [guten]
- [zum Glauben der einfachen Christen]
- [Dualismus in Gott selbst]
- [öffentliche Wissenschaft]
- [Vielheit]
- [einheitlichen Willen]
- [Wissenschaft und Erkenntnis]
34. Im 4. Jh. verändern sich die politischen Ausgangsbedingungen, indem mit der sog. das Christentum im Jahre , d.h. dt. und faktisch auch bevorzugte Religion wird, und im Jahre unter Kaiser Theodosius schließlich wird. Dies hat folgende theologiegeschichtliche Folgen:
– ist wird nun wichtiger als das
– Theologie wird nun politisch und militärisch als Instrument zur Reichseinigung genutzt und gerät dadurch in die Wirrnisse politischer und militärischer Auseinandersetzungen.
– Eine bisher von kirchlicher Seite gewünschte oder geduldete ( ist nun unerwünscht.
– Aus dem Gedanken des Bekenntnisses als Norm erwächst der Gedanke der von Theologie.
– Verbliebene theologische Probleme sollten nun einer einheitlichen Lösung zugeführt werden.
- [Konstantinischen Wende]
- [Einheitlichkeit und Homogenität]
- ["religio licita"]
- [alleinige Staatsreligion]
- [erlaubte Religion]
- [Normativität]
- [pseudo)-"konfessionelle" Pluralität von Theologien]
- [380/1]
- [persönliche Bekenntnis.]
- [313]
35. Wichtige ungelöste theologische Probleme der Zeit unmittelbar vor den trinitarischen Streitigkeiten sind folgende Fragen:
- [ ] a. option a: Wie verhalten sich nun Vater und Sohn zueinander?
- [ ] b. option b: Wie verhalten sich Einheit und Vielheit in Gott zueinander?
- [ ] c. option c: Wie verhalten sich Gott und Welt, d.h. Schöpfer und Geschöpf zueinander?
- [ ] d. option d: Wie verhält sich griechisch-hellenistisches Gedankengut (Unveränderlichkeit Gottes als Seinsursprung) und hebräisches Erbe (geschichtliche Theologie) zueinander?
- [ ] e. option e: Gibt es einen relativen Dualismus zwischen Gut und Böse in Gott?
- [ ] f. option f: Sind NT und AT gleichwertig die Heilige Schrift?
- [ ] g. option g: e und f sind richtig.
- [ ] h. option h: a und b sind richtig.
- [ ] i. option i: a bis e sind richtig.
- [ ] j. option j: d bis f sind richtig.
36. Der alexandrinische Presbyter Arius hatte behauptet …
- [ ] a. option a: seit 318, dass Gott einer sei, und in hellenistischer Tradition unveränderlich, so dass der Logos-Sohn ein Geschöpf sein müsse.
- [ ] b. option b: seit 325, dass Gott einer sei, und in hellenistischer Tradition unveränderlich, so dass der Logos-Sohn ein Geschöpf sein müsse.
- [ ] c. option c: seit 318, dass der Sohn und der Vater wesenseins seien, so dass die Gegenpartei hier die Häresie des Modalismus witterte.
- [ ] d. option d: seit 381, dass der Sohn und der Vater wesenseins seien, so dass die Gegenpartei hier die Häresie des Modalismus witterte.
37. Arius Gegner war zunächst sein Bischof Alexander von Alexandrien und dann als dessen Nachfolger Athanasius von Alexandrien (Athanasius der Große; gest. 373). Sie meinten …
- [ ] a. option a: seit 318, dass Gott einer sei, und in hellenistischer Tradition unveränderlich, so dass der Logos-Sohn ein Geschöpf sein müsse.
- [ ] b. option b: seit 325, dass Gott einer sei, und in hellenistischer Tradition unveränderlich, so dass der Logos-Sohn ein Geschöpf sein müsse.
- [ ] c. option c: seit 318, dass der Sohn und der Vater wesenseins seien, so dass die Gegenpartei hier die Häresie des Modalismus witterte.
- [ ] d. option d: seit 381, dass der Sohn und der Vater wesenseins seien, so dass die Gegenpartei hier die Häresie des Modalismus witterte.
38. Das entscheidende Argument des Athanasius gegen die Arianer war:
- [ ] a. option a: Wenn der Sohn ein Geschöpf ist und Heilsbringer ist, wären alle Geschöpfe von Natur aus heilig und nicht erlösungsbedürftig.
- [ ] b. option b: Arius verwendet aristotelische Logik in der Theologie; aber die Theologie soll nicht, logisch, sondern widersprüchlich argumentieren, damit sie sieht, dass der Mensch nicht Gott ist.
- [ ] c. option c: Wenn der Sohn ein Geschöpf wäre, weil nur Gott unveränderlich ist, und auch die Arianer den Sohn anrufen und von ihm das Heil erwarten, betreiben Sie einen pragmatischen Widerspruch, weil sie faktisch Aberglaube betreiben.
- [ ] d. option d: Wenn der Sohn ein Geschöpf wäre, wären alle Geschöpfe der Vater.
39. Im Jahr 325 berief Konstantin persönlich ein Konzil nach Nizäa am Bosporus ein, das den Streit schlichten sollte. Dabei soll Konstantin selbst aufgrund einer Empfehlung seines (aus dem Westen stammenden) Hoftheologen Hossius von Cordoba eine berühmte Formel als Lösung vorgeschlagen haben. Sie besagt:
- [ ] a. option a: Der Sohn ist homoios (ähnlich, von gr. homoios) mit dem Vater, gemäß der Schrift.
- [ ] b. option b: Der Sohn ist homoiousios (ähnlichen Wesens, von gr. homoios=ähnlich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
- [ ] c. option c: Der Sohn ist anhomoios (nicht ähnlich) ähnlich mit dem Vater.
- [ ] d. option d: Der Sohn ist homoousios (gleichen Wesens, von gr. homos=gleich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
40. Die Homoousios-Formel konnte 325 das in Frage stehende Problem nicht lösen, denn sie behauptete, dass der Sohn von der gleichen ousia wie der Vater sei. Für ousia gab es aber ein Synonym, das hypostasis heißt. Beides bedeutete 325 – übersetzt ins dt. – aber "Wesen" oder "Person", ohne Differenzierung. Daher meinte nun die arianische Partei …
- [ ] a. option a: Konstantin habe eine modalistische Lösung vorgeschlagen, weil er behauptete, der Sohn und der Vater seien identisch.
- [ ] b. option b: Konstantin habe festgehalten der Sohn und der Vater seien beide göttlich, also nicht geschaffen.
- [ ] c. option c: a und b sind richtig.
- [ ] d. option d: keine Antwort ist richtig.
41. Die Homoousios-Formel konnte 325 das in Frage stehende Problem nicht lösen, denn sie behauptete, dass der Sohn von der gleichen ousia wie der Vater sei. Für ousia gab es aber ein Synonym, das hypostasis heißt. Beides bedeutete 325 – übersetzt ins dt. – aber "Wesen" oder "Person", ohne Differenzierung. Beides bedeutete 325 – übersetzt ins dt. – aber "Wesen" oder "Person", ohne Differenzierung. Daher meinte nun die sich freuende antiarianische Partei …
- [ ] a. option a: Konstantin habe eine modalistische Lösung vorgeschlagen, weil er behauptete, der Sohn und der Vater seien identisch.
- [ ] b. option b: Konstantin habe festgehalten der Sohn und der Vater seien beide göttlich, also nicht geschaffen.
- [ ] c. option c: a und b sind richtig.
- [ ] d. option d: keine Antwort ist richtig.
42. Nach 325 bildeten sich nun viele verschiedene Parteien, die wechselnde politische Allianzen eingingen, d.h. sowohl Konstantin als auch seine Söhne gehörten unterschiedlichen Parteien an, bzw. wechselten z.T. auch die Seiten. Dies führte zu unterschiedlichen Konzilsbeschlüssen, die jeweils Einheit bewirken sollten und doch wieder aufgehoben wurden, zu Verbannungen von Bischöfen (z.B. von Athanasius) und sogar mitlitärischen Verfolgungen. Es gab ca. 4 Parteien, die Homoousianer (zu denen Athanasius gehörte), die radikalen Arianer (zu denen Eunomius und Aetius gehörten) und die auch Anhomöer genannt wurden, die gemäßigten Arianer, die auch Homöer genannt wurden und schließlich die Semiarianer oder Halbarianer, die auch Homöousianer genannt wurden.
Die Homoousianer meinten, …
- [ ] a. option a: Der Sohn ist homoios (ähnlich, von gr. homoios) mit dem Vater, gemäß der Schrift.
- [ ] b. option b: Der Sohn ist homoiousios (ähnlichen Wesens, von gr. homoios=ähnlich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
- [ ] c. option c: Der Sohn ist anhomoios (nicht ähnlich) mit dem Vater.
- [ ] d. option d: Der Sohn ist homoousios (gleichen Wesens, von gr. homos=gleich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
43. Nach 325 bildeten sich nun viele verschiedene Parteien, die wechselnde politische Allianzen eingingen, d.h. sowohl Konstantin als auch seine Söhne gehörten unterschiedlichen Parteien an, bzw. wechselten z.T. auch die Seiten. Dies führte zu unterschiedlichen Konzilsbeschlüssen, die jeweils Einheit bewirken sollten und doch wieder aufgehoben wurden, zu Verbannungen von Bischöfen (z.B. von Athanasius) und sogar mitlitärischen Verfolgungen. Es gab ca. 4 Parteien, die Homoousianer (zu denen Athanasius gehörte), die radikalen Arianer (zu denen Eunomius und Aetius gehörten) und die auch Anhomöer genannt wurden, die gemäßigten Arianer, die auch Homöer genannt wurden und schließlich die Semiarianer oder Halbarianer, die auch Homöousianer genannt wurden.
Die Homöousianer meinten, …
- [ ] a. option a: Der Sohn ist homoios (ähnlich, von gr. homoios) mit dem Vater, gemäß der Schrift.
- [ ] b. option b: Der Sohn ist homoiusios (ähnlichen Wesens, von gr. homoios=ähnlich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
- [ ] c. option c: Der Sohn ist anhomoios (nicht ähnlich) mit dem Vater.
- [ ] d. option d: Der Sohn ist homoousios (gleichen Wesens, von gr. homos=gleich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
44. Nach 325 bildeten sich nun viele verschiedene Parteien, die wechselnde politische Allianzen eingingen, d.h. sowohl Konstantin als auch seine Söhne gehörten unterschiedlichen Parteien an, bzw. wechselten z.T. auch die Seiten. Dies führte zu unterschiedlichen Konzilsbeschlüssen, die jeweils Einheit bewirken sollten und doch wieder aufgehoben wurden, zu Verbannungen von Bischöfen (z.B. von Athanasius) und sogar mitlitärischen Verfolgungen. Es gab ca. 4 Parteien, die Homoousianer (zu denen Athanasius gehörte), die radikalen Arianer (zu denen Eunomius und Aetius gehörten) und die auch Anhomöer genannt wurden, die gemäßigten Arianer, die auch Homöer genannt wurden und schließlich die Semiarianer oder Halbarianer, die auch Homöousianer genannt wurden.
Die Homöer meinten, …
- [ ] a. option a: Der Sohn ist homoios (ähnlich, von gr. homoios) mit dem Vater, gemäß der Schrift.
- [ ] b. option b: Der Sohn ist homoiousios (ähnlichen Wesens, von gr. homoios=ähnlich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
- [ ] c. option c: Der Sohn ist anhomoios (nicht ähnlich) ähnlich mit dem Vater.
- [ ] d. option d: Der Sohn ist homoousios (gleichen Wesens, von gr. homos=gleich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
45. Nach 325 bildeten sich nun viele verschiedene Parteien, die wechselnde politische Allianzen eingingen, d.h. sowohl Konstantin als auch seine Söhne gehörten unterschiedlichen Parteien an, bzw. wechselten z.T. auch die Seiten. Dies führte zu unterschiedlichen Konzilsbeschlüssen, die jeweils Einheit bewirken sollten und doch wieder aufgehoben wurden, zu Verbannungen von Bischöfen (z.B. von Athanasius) und sogar mitlitärischen Verfolgungen. Es gab ca. 4 Parteien, die Homoousianer (zu denen Athanasius gehörte), die radikalen Arianer (zu denen Eunomius und Aetius gehörten) und die auch Anhomöer genannt wurden, die gemäßigten Arianer, die auch Homöer genannt wurden und schließlich die Semiarianer oder Halbarianer, die auch Homöousianer genannt wurden.
Die Anhomöer meinten, …
- [ ] a. option a: Der Sohn ist homoios (ähnlich, von gr. homoios) mit dem Vater, gemäß der Schrift.
- [ ] b. option b: Der Sohn ist homoiousios (ähnlichen Wesens, von gr. homoios=ähnlich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
- [ ] c. option c: Der Sohn ist anhomoios (nicht ähnlich) mit dem Vater.
- [ ] d. option d: Der Sohn ist homoousios (gleichen Wesens, von gr. homos=gleich und gr. ousia=Wesen) mit dem Vater.
46. Athanasius begrüßte die Homoousios-Formel von Konstantin. Mit der origenistischen Redeweise, dass Vater und Sohn zwei Hypostasen seien, konnte er zunächst nichts anfangen und hielt diese Redeweise für gefährlich, weil er meinte, damit sei die Gleichwesentlichkeit von Vater und Sohn, also die Homoousios-Formel, abgelehnt. 362 leitete Athanasius eine Friedensinitiative ein, weil er eine gute Idee hatte: Er schlug vor, dass gr. ousia und gr. hypostasis nicht länger synonym gebraucht werden sollten, sondern jeweils etwas anderes bedeuten sollten. Damit erlaubte er gewissermaßen die origenistische Hypostasenspekulation, die er bisher nicht mochte. Nun war es theoretisch möglich, sowohl zu sagen, dass der Sohn vom gleichen Wesen wie der Vater sei (homoousios), aber dass beide dennoch zwei verschiedene Hypostasen seien. Mit dieser Lösung konnten nun die Homoousianer und die Homöousianer (Semiarianer) im Prinzip zufrieden sein.
Ein Problem blieg aber bestehen, das die Lösung auf einem Konzil noch verhinderte. Welches?
- [ ] a. option a: Keines!
- [ ] b. option b: Die Anhomöer mußten militärisch ausgerottet werden.
- [ ] c. option c: Die Unterscheidung von ousia und hypostasis setzt voraus, dass es einen Bedeutungsunterschied zwischen beiden Begriffen gibt, aber Athansius konnte noch nicht angeben, was nun die unterschiedliche Bedeutung der beiden Worte sein sollte.
- [ ] d. option d: Die Anhomöusie der kataleptischen Charis des Logos-Sohnes tendierte in der Unendlichkeit gegen Null, weswegen die hypostatische Personalität auch des geheiligten Menschen zu verschwinden drohte.
47. Zu den großen Kappadoziern gehörten
– Basilius von Cäsarea ("der Große"), gest. 379
– Gregor von Nyssa (gest. nach 394), Basilius' Bruder
– Gregor von Nazianz (gest. 390)
Die Kappadozier leisteten nun das, was Athanasius noch nicht gelang. Und das war?
- [ ] a. option a: Nichts
- [ ] b. option b: Sie rotteten durch eine neue Kriegstaktik die Anhomöer aus.
- [ ] c. option c: Sie klärten die Begriffe ousia und hypostasis.
- [ ] d. option d: Sie strichen den Begriff der kataleptischen Charis des Logos-Sohnes aus der Theologie.
48. Zu den großen Kappadoziern gehörten
– Basilius von Cäsarea ("der Große"), gest. 379
– Gregor von Nyssa (gest. nach 394), Basilius' Bruder
– Gregor von Nazianz (gest. 390)
Die Kappadozier leisteten nun das, was Athanasius noch nicht gelang. Sie identifizierten die ousia mit to koinon (gr.), und hypostasis mit to idion (gr.), . Dies gelang ihnen, indem sie den Begriff der Hypostasis nun als synonym mit dem Begriff ansahen.
- [d.h. mit dem allgemeinen Wesen (Gattung)]
- [prosopon (gr. für Person)]
- [d.h. mit dem besonderen Wesen]
49. Die kappadozische Trinitätslehre wurde federführend für das Konzil von Konstantinopel 381. Ordnen sie Dreiheit und Einheit in Gott zu, indem Sie zunächst die griechischen Begriffe, dann die lateinischen und zuletzt die Deutschen einsetzen: In Gott gibt es …
bezüglich der Einheit:
– –
–
–
bezüglich der Dreiheit:
–
–
–
–
- [substance (engl.) bzw. essence (engl)]
- [persons (engl.)]
- [hypostaseis (gr.)]
- [Personen (dt.) oder Hypostasen (dt.)]
- [substantia (lat.) bzw. essentia (lat)]
- [Wesen (dt.)]
- [personae (lat)]
- [ousia (gr.) ]
50. Die Pneumatomachen leugneten nicht die Gottheit des Sohnes, sondern die Gottheit des Geistes. (Pneuma=Geist; machein=kämpfen gegen). In der pneumatomachischen Kontroverse gerieten Basiulius von Cäsarea und Eustathius von Sebaste aneinander. Beide waren Mönche und wahrscheinlich war Eustathius von Sebaste ein Lehrer von Basilius. Dennoch gerieten sie aneinander.
Worum ging es (höchstwahrscheinlich)?
– Beide waren der Ansicht, dass die Heiligung des Menschen ist.
– Daher beruhen auch die Leistungen des Menschen auf der Wirkung des Heiligen Geistes.
– Indem Eustathius aber die Göttlichkeit des Heiligen Geistes leugnete, meinte er, der Heilige Geist sei
– Indem Basilius die Göttlichkeit des Heiligen Geistes behauptete, behauptete er
– Indem Eustathius den Geist als unpersonale Kraft ansieht, obliegt es dem Menschen, diese Kraft einzusetzen; folglich sind die Wirkungen der Heiligung und die guten Werke
– Indem Basilius den Geist personal betrachtet, sind die Wirkungen der Heiligung und die guten Werke , sondern sind zuzusprechen.
- [Wirkung des Heiligen Geistes]
- [auch Wirkungen des Menschen und seines Willens.]
- [auch die Personalität des Geistes.]
- [bei beiden ]
- [allein Gott dem Heiligen Geist]
- [eine geschaffene, unpersönliche dynamis (Kraft).]
- [keine Wirkungen des Menschen]
51. Basilius war ein pädagogisch denkender Mensch. In seiner Schrift "Über den Heiligen Geist" klärte er viele Voraussetzungen, überließ aber die Schlußfolgerungen seinen Lesern. Explizit lehrte er
- [ ] a. option a: Die Gleichwürdigkeit (Homotimie) des Geistes mit Vater und Sohn.
- [ ] b. option b: Die Gleichwesentlichkeit (Homousie) des Geistes mit dem Vater und Sohn.
52. Basilius war ein pädagogisch denkender Mensch. In seiner Schrift "Über den Heiligen Geist" klärte er viele Voraussetzungen, überließ aber die Schlußfolgerungen seinen Lesern. Welche Schlußfolgerung überließ er seinen Lesern?
- [ ] a. option a: Die Gleichwürdigkeit (Homotimie) des Geistes mit Vater und Sohn.
- [ ] b. option b: Die Gleichwesentlichkeit (Homousie) des Geistes mit dem Vater und Sohn.
53. Das trinitarische Dogma von 381 auf dem Konzil von Konstantinopel hielt fest, dass es in Gott eine ousia (ein Wesen, eine Substanz, eine Essenz) und drei hypostaseis (drei Personen, drei personae) gibt. Immanent trinitarisch, d.h. rein innertrinitarisch, findet in Ewigkeit, also ohne dass es eine rein geistige Schöpfung oder eine materielle Schöpfung gäbe, dabei eine inntertrinitarische Bezogenheit statt. Was wurde 381 festgehalten?
- [ ] a. option a: Der Sohn entsteht aus dem Vater, d.h. zwischen Vater und Sohn besteht eine genesis (gr. Entstehung, d.h. Schöpfung).
- [ ] b. option b: Der Sohn wird aus dem Vater geboren, bzw. gezeugt, d.h. es besteht zwischen Vater und Sohn eine gennesis (gr. Zeugung oder Geburt).
- [ ] c. option c: Der Geist geht aus dem Vater hervor (ekporeusis, gr. für Hervorgang).
- [ ] d. option d: Der Geist wird vom Vater gehaucht (spiratio, lat. für Hauchung).
- [ ] e. option e: Der Geist geht aus dem Vater und aus dem Sohn (filioque) hervor.
- [ ] f. option f: b und c sind richtig.
- [ ] g. option g: a und d sind richtig.
- [ ] h. option h: b und e sind richtig.
- [ ] i. option i: Alle Antworten sind richtig.
54. Das berühmte "filioque" (lat. "und durch den Sohn"), d.h. die Ansicht, dass der Geist aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, wurde erst später von westlicher Seite in das Glaubensbekenntnis von 381 eingefügt. Dies führte zu Spannungen zwischen Osten und Westen. Der Westen beharrte darauf, auch der Osten müsse das filioque einführen; der Osten beharrte darauf, dass die westliche Einfügung des filioque eine Verfälschung des als inspiriert geltenden Grundbekenntnisses des Christentums darstelle. Schließlich kam es zur Trennung von Ost- und Westkirche. Wann setzt man üblicherweise diese Trennung an?
- [ ] a. option a: 381
- [ ] b. option b: 451
- [ ] c. option c: 529
- [ ] d. option d: 1054
- [ ] e. option e: 1517
55. 381 wurde in Konstantinopel ein Bekenntnis verabschiedet. Die korrekte Bezeichnung dafür ist "Nizänokonstantinopolitanum". Es wird auch "Nizänum" oder "nizänisches Glaubensbekenntnis" genannt, obwohl es vom Wortlaut nicht das Bekenntnis von 325 aus Nizäa, sondern das von 381 aus Konstantinopel ist. Bis heute ist es das grundlegende ökumenische Glaubensbekenntnis, das z.B. an hohen Festtagen gesprochen wird. Im folgenden sehen Sie eine deutsche Übersetzung. Fügen Sie bitte in die eckigen Klammern die dogmengeschichtlich für die Zeit des trinitarischen Streits relevanten Kommentare ein.
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt [], nicht geschaffen [,
eines Wesens [ mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten.
Seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn) [ hervorgeht [gr. ],
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird [],
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische (=allgemeine) und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
- [Homotimie]
- [homoousios]]
- [gr. gennesis]
- [ekporeusis]
- [gr. genesis]]
- [filioque]]
56. Bei dem Kappadozier Gregor von Nyssa nimmt auch die Soteriologie in Gestalt der altkirchlichen Redemptionslehre; d.h. die Fortsetzung der Linie, die von Ignatius über Irenäus und Athanasius läuft, konkretere Gestalt an, indem die Erlösung als frommer betrügerischer Befreiungskampf gedeutet wird. Jesus ist gewissermaßen der Köder am Angelhaken Gottes: Der Teufel hat das Recht, den Menschen im Tod gefangen zu halten. Der Vater schickt seinen Sohn auf die Erde, der äußerlich wie wirkt. Aber er kann mehr als alle anderen Menschen, wie zeigt. Das sieht der Teufel und entbrennt. Er will ihn besitzen und halten. Und so tötet er Jesus am Kreuz. Was der Teufel aber nicht weiss ist: Jesus ist nicht nur Mensch, er ist auch Gott. Und als Gott ist Jesus . Damit hat der Teufel einen fatalen Fehler begangen, als er Jesus tötete. Denn nun hat der Teufel seinerseits ein Unrecht begangen und sein Recht, die Sünder zu töten, verloren. Er kann Jesus nicht im Tod behalten und zu allem Überfluss muss er auch noch alle Menschen freigeben.
- [seine Wundertätigkeit]
- [von Gott gegebene]
- [seine Begierde]
- [im Tod gefangen]
- [ein normaler Mensch]
- [aufgrund seiner Sünde]
- [sündlos]